Die vorletzte Freiheit – Landschaften des Otto Dov Kulka
Freitag, 15. November 2019, 19.00 Uhr
Lichtspiele Höchst, Frankfurter Straße 2, Höchst im Odenwald
Otto Dov Kulka lebt in zwei Welten: der äußeren, sowie in einer inneren. Als Zehnjähriger wird er 1943 zusammen mit seiner Mutter in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau verschleppt. Dort kommen sie in das sogenannte ‚Theresienstädter Familienlager‘, wo es den Gefangenen möglich ist, ein kulturelles Leben und Bildung für die Jugendlichen aufrecht zu erhalten. In unmittelbarer Nachbarschaft zu den Gaskammern, findet Kulka seinen Zugang zu Musik und Literatur.
Später, in seinem beruflichen Leben, widmet sich Kulka der Jüdischen Geschichtswissenschaft. Dass der Forschungsschwerpunkt zur Shoah nicht das Resultat eigener Betroffenheit ist, ist ihm wichtig zu betonen.
Denn seiner persönlichen Geschichte stellt Kulka sich
ausschließlich in Tagebuchaufzeichnungen. Schreibend erkundet er unermüdlich sein Gedächtnis, hält Träume fest, grübelt, beschreibt, versucht zu verstehen und zu deuten. Über Jahrzehnte erschafft er eine metaphorische Welt. Eine Welt, die Kulka erst mit seinem Buch Landschaften der Metropole des Todes 2012 mit der Öffentlichkeit teilt.
Der Film Die vorletzte Freiheit zeichnet die Welt der inneren Landschaften nach. Er findet Bilder zu den Worten. Lässt eintauchen. Lange ruhige Einstellungen begleiten die hypnotischen Erzählungen. Poetisch und grausam verschmelzen Worte und Bilder. Sie zeugen von der Last ebenso wie der Kraft des Weiterlebens.
Filmvorführung und Gespräch mit:
Stefan Auch
Regisseur, Berlin
Werner Renz
Ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fritz Bauer Institut, Frankfurt/M.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht notwendig.








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