Beerfelden/Odenwaldkreis – Bei der Diskussion über die erneuerbaren Energien gerade in der Oberzent wird oftmals auch das Preisargument gegen die erneuerbaren Energien angeführt, so die Fraktionssprecherin der Stadtverordnetenfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Beerfelden, Elisabeth Bühler-Kowarsch.
In einer neuen Studie vom Januar 2015 des Forums für ökologische-soziale Marktwirtschaft im Auftrag der Greenpeace Energy wird deutlich belegt, dass die erneuerbaren Energien kostengünstiger sind als Kohle und Atom. „Die konventionellen Energieträger verursachen in den Jahren 2014 und 2015 insgesamt Zusatzkosten in Höhe von jeweils 40 Milliarden Euro. Das ist doppelt so viel wie im EEG-System an Differenzkosten für Erneuerbare auf die Verbraucher umgelegt wird“. Der Großteil der Kosten für Kohle und Atom wird eben nicht transparent über den Strompreis ausgewiesen, sondern über den Staatshaushalt finanziert. Bei korrekter und transparenter Ausweisung der Kosten müsste eine Konventionelle-Energien-Umlage in Höhe von 11 Cent eingeführt werden. Die Folgekosten durch Umwelt- und Klimaschäden und die verbundenen Risiken der Atomenergie werden größtenteils den Betreibern nicht in Rechnung gestellt.
Im Zeitraum von 1970 bis 2014 wurde die Atomenergie mit 190 Mrd. Euro, die Steinkohle mit 186 Mrd. Euro, die Erneuerbaren mit 85 Mrd. Euro und die Braunkohle mit 69 Mrd. Euro gefördert.
Beim gesamtgesellschaftlichen Vergleich der Kosten für die Stromerzeugung schneiden die Erneuerbaren am besten ab: Wasser 8,5 Cent, Wind 9,2 Cent, Atomenergie 14,3 bis 37,1 Cent, Steinkohle 14,4 Cent und Braunkohle 14,9 Cent pro Kilowattstunde.
Ein Vergleich der Vollkosten neuer Anlagen 2014, dies beinhaltet auch die Investitionskosten, fällt für die Erneuerbaren Energien noch besser aus. Wasser 4,7 bis 19,3 Cent, Wind 5,1 bis 8,7 Cent, Photovoltaik 10,4 bis 17,1 Cent, Braunkohle 12,6 bis 14,1 Cent, Steinkohle 14,7 bis 16,7 Cent und Atomenergie 18,5 bis 49,8 Cent pro Kilowattstunde.
Diese Zahlen belegen, so Elisabeth Bühler-Kowarsch, dass die erneuerbaren Energien immer kostengünstiger werden und konventionelle Kraftwerke sich kaum refinanzieren können. Die Studie kann unter www.foes.de heruntergeladen werden.
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