Auf Einladung der zuständigen Landtagsabgeordneten für den Odenwaldkreis, Martina Feldmayer, nahm die Fraktionssprecherin der Stadtverordnetenfraktion von BÜNDIS 90/DIE GRÜNEN Beerfelden, Elisabeth Bühler-Kowarsch zusammen mit vielen Interessierten an einer Führung in der Synagoge in Michelstadt teil. Dabei erfuhr die Gruppe unter anderem, dass es im Jahr 1820 170 Juden in Michelstadt gab, den Holocaust überlebten keine Juden in Michelstadt und heute besteht die jüdische Gemeinde wieder aus 20 Personen. 1791 wurde die Synagoge gebaut und 1938 in der Pogromnacht teilweise zerstört. Nach der Renovierung wird sie seit 1979 als Museum und inzwischen auch wieder als Gotteshaus genutzt.
Martina Feldmayer betonte, dass gerade in der heutigen Zeit die Erinnerungskultur wichtig sei. Die Geschichte der Synagoge in Michelstadt zeige drastisch, wohin eine Gesellschaft sich entwickeln kann, wenn die Werte dieser Gesellschaft – wie im dritten Reich – mit Füßen getreten werden.
Die Erinnerungskultur müsse einen Beitrag leisten, damit die Lehren aus der Geschichte für die nachfolgenden Generationen erfahrbar bleiben.
v.l.n.r.: Martina Feldmayer, MdL, Frank Diefenbach (Bundestagsdirektkandidat) und Elisabeth Bühler-Kowarsch
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