
Beerfelden/Odenwaldkreis – Wenn es politisch gewollt ist, kann der Öffentliche-Personennahverkehr (ÖPNV) finanziell für die Nutzerinnen und Nutzer höchst attraktiv sein und einen erheblichen Beitrag zu einer ökologischen Verkehrspolitik leisten, so die Fraktionssprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Beerfelden, Elisabeth Bühler-Kowarsch. Zu einer aktiven Klimaschutzpolitik gehört auch der Verkehrsbereich, der selbst im Klimaschutzgutachten für den Odenwaldkreis nur eine untergeordnete Rolle spielt. Im Zuge des demografischen Wandels, dies zeigen auch die vielen Diskussionen beim integrierten Entwicklungskonzept für die Stadt Beerfelden, wird aber bezahlbare und ausreichende Mobilität für die Bevölkerung ein immer wichtigerer Standortfaktor für die Zukunft.
Allerdings gehört gerade der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) zu den Verkehrsverbünden mit den höchsten Preisen, so Elisabeth Bühler-Kowarsch. Eine Wochenkarte Beerfelden – Michelstadt kostet 24,70 Euro, eine Jahreskarte 840 Euro. In der Stadt Frankfurt kostet die Wochenkarte 24,40 Euro und die Jahreskarte 830 Euro.
Dass es auch anders geht, zeigt die österreichische Hauptstadt Wien, die so Bühler-Kowarsch als absolut positives und faszinierendes Beispiel bezeichnet werden kann. Innerhalb der Stadtgrenze von Wien kosten die Wochenkarten sage und schreibe 16,20 Euro und die Jahreskarte 365 Euro – also umgerechnet einen Euro pro Tag. Die Fahrkarten sind gültig auf allen U-Bahn-, S-Bahn-, Eisenbahn-, Bus- und Nachtbuslinien innerhalb der Stadtgrenzen.
Es ist klar, dass der Odenwaldkreis nicht mit der Stadt Wien zu vergleichen ist, aber die ÖPNV Preise zeigen, dass diese im RMV – auch gemessen am Angebot – eindeutig zu hoch sind. Mit einer attraktiven Preisgestaltung könnten ganz sicher noch mehr Personen für den öffentlichen Personennahverkehr gewonnen werden.
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